Astra

Diese braun-graue Hündin wurde an einem Tag im Jahre 1950 auf dem Friedhof in Utrecht gefunden. Jemand hatte sie dort angekettet und dem Anschein nach einfach ausgesetzt. Ein Friedhofgänger sah den Hund und verständigte daraufhin seinen Vater, den späteren Besitzer von Astra, Herr van der Grinten. Als Vater und Sohn nach Feierabend zusammen auf den Friedhof fuhren, um nachzusehen, ob der Hund wohl immer noch dort weilte, beschlossen die beiden, die Hündin mitzunehmen und den Fall genauer zu untersuchen.

Es gab jedoch nicht viel aufzuklären und es wurde rasch beschlossen, dieses „rassereine Findelkind“ in den Kreis der Familie aufzunehmen.

Der Tierarzt von Herr van der Grinten untersuchte den Hund und vertrat die Meinung, dass es sich hier um einen Schapendoes handeln könnte. Er schlug dem Besitzer vor, er solle sich näher informieren lassen und verwies ihn an einen gewissen Herrn Toepoel, der nicht weit weg wohnte... Toepoel war vom Aussehen dieser Hündin überwältigt. Alsbald wurde das Thema Zucht angeschnitten und man plante einen Wurf mit Astra. Als Rüden stellte Herr Toepoel seinen Pluis gerne zur Verfügung. Diese erfolgreiche Verpaarung brachte im Jahre 1950 8 Welpen (3 Rüden und 5 Hündinnen). Leider war dies Astra’s einziger Wurf.

Wir haben nun schon einiges an Informationen sammeln können über die Vergangenheit des Schapendoes. Einige der Hunde, die kurz nach dem Krieg in Holland zur Verfügung standen und somit die Grundsteine für einen Wiederaufbau darstellten, haben wir schon vorgestellt. Es sind dies Noël, Roetje, Tirza, Pluis und Astra. Nun möchten wir gerne die restlichen vier vorstellen.